Archiv für den Monat März 2014

Nachtrag zu App Day Two

Rockmate war nicht so der Renner für meinen Geschmack. Während man mit den meisten anderen Apps, die wir verwendet haben wirklich gute musikalische Dinge tun kann, lässt diese App nur auf´s einfachste reduzierte Aktionen zu, die höchstens Interaktion zwischen den App-tippern fördert aber eben nichts hervorbringt, was wirklich nach Musik klingt.

Aber lustig war´s schon, dass wir das gemacht haben…

App Day Three

1. Teil:

Nachdem wir alles aufgebaut hatten (der technische Aufwand ist doch nicht zu unterschätzen) haben wir den Tagesablauf besprochen. Der Plan sah vor, drei Stücke, das Muse-Stück und die beiden selbstkomponierten Stücke vom ersten Tag in der großen Pause, den Schülern vorzuspielen.
Wir haben etwa eine Stunde lang geübt und sind dann um kurz vor 12 Uhr in die Cafeteria gegangen und haben uns dort aufgebaut. Um 12.15 Uhr fing unsere Performance an. Angekündigt hatten wir uns spontan als „App BA“.
Trotz einiger Fehlerchen und Soundproblemchen haben wir uns gut geschlagen und kamen auch ganz gut an. Nach der Performance waren die Schüler eingeladen, sich die Apps anzuschauen und von uns erklären zu lassen. Viele waren sehr interessiert, einige hatten auch schon Erfahrung. Marcs Flyer zur Einladung in seine App-AG an der Schule gingen gut weg….

2.Teil:
Nach einer kurze Mittagspause haben wir zusammen überlegt, welchen Song wir gemeinsam der Band-AG beibringen möchten. Wir waren uns nicht sofort einig, was möglich ist und was nicht, haben uns dann aber (fast) einstimmig für „Happy“ von Pharrell Williams entschieden.
Ca. eine Stunde lang haben wir selbst Apps/ Instrumente rausgesucht, die wir spielen wollten und uns die Parts rauf geschafft, die wir später den Kids beibringen wollten.
Zum Start der Band-AG (15.30 Uhr) sind wir nicht fertig geworden, aber das war nicht so dramatisch…

Die 6 Kids haben uns ihren selbstkomponierten Song vorgespielt und beigebracht. Hinterher haben wir ihnen „Happy“ beigebracht. Erstaunlich wie schnell die Kleinen das drauf hatten…Hoffbauer+A2M IMG_0303 2

Kurz Resümee:

Der Workshop hat mich total überzeugt und mir sehr viele neue Ideen uns Sichtweisen gebracht. Meine Skepsis und Missachtung war ins Gegenteil verkehrt. Ich war und bin noch sehr inspiriert und werde mich wohl sowohl in pädagogischer als auch in privater Sache etwas mehr mit dem Thema befassen. Der Workshop war 1a angeleitet und konzipiert: Danke an Marc an dieser Stelle!

 

 

 

App Day Two

Marc hat uns interessante Apps vorgestellt. 

Meine sehr voreingenommene Meinung über das Ipad-Musizieren hatte sich schon am ersten Tag relativiert. Ich war skeptisch und war/ bin an sich davon überzeugt, dass Musik ein körperliches Moment braucht….

Aber die Heranführung an Apps, die nicht in erster Linie Kopien von echten Instrumenten sind, hat meine Sicht etwas geändert.
Das war sehr interessant…. Blut geleckt!!!

App Day One

1. Tag:
Vorstellung des Workshops. Was wird in den nächsten 3 Tagen passieren.

Teil 1):
Wir hören uns das Stück „Madness“ von Muse an und spielen es nach.
Soundmäßig kamen wir ziemlich an das Original ran, was wahrscheinlich daran lag, dass der Song genauso produziert wurde!?!?!
Am Anfang fand ich den Song ziemlich schrecklich. Der Sänger klingt sehr pathetisch für meinen Geschmack. Aber nach nur ein paar Durchläufen hatte ich mich daran gewöhnt und mochte ihn dann am Ende sogar. Was vielleicht daran lag, dass Marc ihn für meinen Geschmack besser (authentischer) gesungen hat. Und das Mitsingen hat auch irgendwie Spaß gemacht…

Teil 2):
Wir teilen uns in Gruppen auf. Rocco, Sandra, Dustin, Tobi und ich sind in einer Gruppe und komponieren zusammen unseren ersten App-Song.
Der Anfang war etwas wirr. Jeder probierte Apps und spielte durcheinander. Dann haben wir uns auf eine simple erste Form geeinigt auf der wir improvisierten. Bald folgte ein zweiter Teil und fertig war ein Stück mit einer einfachen A A B B A A BB – Form.

Komponieren mit Apps?

Die Studierenden bekamen am ersten Tag die Aufgabe, in kleinen Gruppen eine Eigenkomposition anzufertigen. Die Apps konnten dabei frei gewählt werden. Die Ergebnisse sind hier (aufgenommen mit einem Smartphone während einer Probe am Mittwoch) zu sehen und zu hören. Es soll jedoch als Work-in-Progress betrachtet werden. Wir hatten also keine aufwendige Kameratechnik, sondern nutzten die Ressourcen, die uns zur Verfügung standen.

Die bei mir durch das Sehen des Videos auftauchenden Fragen sind u.a.:

  • Welche Motive gab es für die Auswahl der Apps? Geht es dabei eher um Sound oder um Spielweise?
  • Wie bewerten die Musizierenden die (eigene) Spielweise der Apps? Was verändert sich für den Musizierenden beim Spielen auf mobilen Digitalgeräten?
  • Wie verlief das Arbeiten in den Gruppen? Wie haben es die Gruppen geschafft, ein Musikstück zustande zu bekommen? Welche ästhetischen und gruppendynamischen Einflüsse gab es dabei?
  • Inwiefern sind Oberflächen, die beispielsweise Klaviertastaturen nachahmen, überhaupt geeignet, um darauf zu musizieren?

Ich freue mich auf Antworten.

Beobachte den Beobachter?

Auch auf diesem Blog möchte ich von Zeit zu Zeit einiges zum Beobachter-Problem anführen:

Beobachte den BeobachterAn der Hoffbauerstiftung gab ich parallel zu diesem Workshop trimesterbegleitend ein Seminar zum Thema Informelles Lernen und Musikpädagogik. Als ich nun gestern (Dienstag 25.03.) nach dem Seminar mit einigen Studierenden ins Gespräch kam, wurde mir von einer interessanten Beobachtung berichtet:

Die Message des Seminarleiters?

Jedem, der unterrichtet, ist vielleicht ab und an aufgefallen, dass die eigenen Kurse irgendwie eine Message mit sich führen. Dies kann beispielsweise sein, dass von Psychologielehrenden geglaubt wird, sie hätten alle Teilnehmer_innen analysiert. Oder von Musiklehrer_innen wird teils geglaubt, sie hörten in ihrer Freizeit nur sogenannte klassische oder Wellness-Musik. Auch innerhalb des Workshops tauchte ein ähnliches Phänomen auf:

Diejenigen Teilnehmenden des Workshops, die auch mein Seminar besuchen, beobachteten mich – so erfuhr ich gestern – in Hinblick auf die Thematik offener Unterrichtsformen. Sprich: Es stand die unausgesprochene Frage im Raum, ob der Workshop sich nun an meinen Kurs anlehne und ich mein Verständnis von entsprechendem pädagogischen Handeln hier anbringen wolle. Die Antwort lautet eindeutig: Jein!

Offener oder geschlossener Unterricht?

Der Workshop legte den Schwerpunkt erst einmal auf das Musizieren mit Apps auf mobilen Digitalgeräten wie Smartphones und Tablets. So war mein Ziel für die drei Tage, Musizierformen mit Apps weitestgehend auszureizen. Ob und wie mir das gelungen ist, sei an anderer Stelle erläutert. Es sei so viel gesagt, dass Musik reproduziert, komponiert, improvisiert und aufgeführt wurde. Da dafür (nur) drei Tage zur Verfügung standen und ich mir meine Erfahrungen mit Workshops vor Augen führte,  habe ich viele Teile vorgegeben. (Nennen wir letzteres Unterrichtsplanung)

  • Darunter die Auswahl des ersten gemeinsamen Songs Madness von Muse, die Einschränkung  von vorgegebenen Apps (z.B. Rockmate oder meine eingeschränkte Begeisterung für GarageBand).
  • Andererseits gab es auch etliche freie Teile innerhalb des Workshops. Die Gruppen haben Kompositionen angefertigt und selbst gewählte Musik gespielt.
  • Wer mich kennt, der weiß zum Beispiel, dass ich häufig keine Noten mitbringe, denn Musiklesen fördert im Unterricht oft nur die Fähigkeit, Musik zu lesen, und weniger das Zusammenspiel als Gruppe. (Ich freue mich bereits hier auf Kommentare 🙂 )

Aurales Musiklernen

Das notenfreie Musizieren zielt einerseits auf ein Spielen nach Gehör (aurales Lernen) ab, wie es auch für informelles Musiklernen typisch ist.  Andererseits habe ich gute Erfahrungen dahingehend gemacht, dass die Teilnehmenden schneller (für mich beobachtbar) kollaborativ arbeiten. Das heißt beispielsweise, dass untereinander Akkorde ausgetauscht werden, man aufeinander hören muss und dass mit den Musikapps herumexperimentiert wird.

Lehrer, Schüler und Anwesende?

Ich sehe mich weiter immer auch als ein Mitglied der Gruppe. Trotz meiner exponierten Rolle als sogenannte Lehrperson arbeite ich nicht mit Gruppen, sondern bin selbst durch meine Anwesenheit Teil der Gruppe, mit der ich arbeite. Ich arbeite demnach in Gruppen. Demnach versuche ich gewissermaßen beim gemeinsamen Musizieren im Plenum die Rolle des Moderators sowie des Mitmusizierenden zu vereinen. Ich gebe zu, dass ich gelegentlich zur Besserwisserei tendiere, aber das kann man auch bei sogenannten Lernenden ab und an beobachten. Entscheidend ist für mich, dass man als Pädagoge in jenen Situationen sich selbst den Auftrag erteilen kann, den Beobachter zu beobachten. Denn meine Entscheidungen werden dann nicht per se gut für die Gruppe. Wie sollte man so etwas auch beobachten? Meine Entscheidungen sind für meine Beobachtung wirksam. Wenn ich beispielsweise eine fehlerhaft beobachtete Akkordfolge korrigiere, dann ist das positiv für meine folgenden Beobachtungen  und die darin gekoppelten Entscheidungen: Im besten Fall werde ich dann nicht mehr die fehlerhafte Akkordfolge beobachten müssen und kann mich auf anderes konzentrieren (z.B. Zusammenspiel). Ob dies nun für den jeweiligen Lerner gleichsam positiv ist, ist m.E. unbeobachtbar.

We made Rock with »Rockmate«?

Was kommt raus, wenn vier Musizierende gleichzeitig eine App nutzen?

Am Dienstag hatten die Studierenden die Aufgabe, in kleinen Gruppen bis zu 4 Teilnehmer_innen ein selbst gewähltes Musikstück gemeinsam auf einer App zu spielen. Ziel war es, die App Rockmate näher kennenzulernen und gleichzeitig eine Möglichkeit zu erproben, wie die Interaktionen gesteigert werden könnte.

Stärkeres Interagieren!

Am Montag wurde in der Abschlussreflexion beklagt, dass das Orientieren an den anderen Musizierenden doch streckenweise zu kurz gekommen war. Nun sei dazu gesagt, dass am Montag der größte Teil der Studierenden zum ersten Mal in ihrem Leben auf Tablets Musik machten. Dadurch, dass die Oberflächen geräte- und  App-bedingt anders sind als bei traditionellen Instrumenten, waren einige nach deren Aussage stark damit beschäftigt, sich auf das ‚Treffen der richtigen Töne‘ zu konzentrieren.

Rockmate als DIE Lösung?

Als die Aufgabe bekannt gegeben wurde, waren nicht gleich alle begeistert: Die App schränke sehr stark ein, da es nur vier Möglichkeiten (2x Gitarre, Schlagzeug, Keyboard) gibt. Nicht einmal Bass!

Die Gruppen erarbeiteten sich innerhalb von 40min einen Song. Dabei mussten sie  die Akkorde einstellen, die Spielbarkeit austesten (besonders beim etwas klein geratenen Schlagzeug 🙂 ) und als Gruppe zusammenspielen.

Die Ergebnisse lassen sich hören, zeigen allerdings auch gewisse Schwachstellen wie besonders die Koordination der Finger beim Spielen.

 

In der Reflexion war die Gruppe geteilter Meinung: Einerseits bietet die App Rockmate eine Möglichkeit, um nicht 4 Tablets gleichzeitig nutzen zu müssen (Man denke an größere Gruppen), andererseits war für viele die gestalterische Freude eingeschränkt.

 

Aber sehen und hören Sie selbst.

 

 

Das Projekt hat mich geappt

Oder mit anderen Worten: Ich habe durch das Projekt Blut geappt.

Oder mit noch anderen Worten: Nach der Appe kommt die Flut.

Oder einen hab ich noch: Die Woche ist echt appgegangen – mehr davon

Der Mittwoch hat mich besonders geappt. Raus aus der BA, rein ins Hans-Ehlers-Gymnasium.

Fragen die noch beappt werden könnten:

– App welcher Altersgruppe könnten wir das machen?

– Wie gut müssen wir uns selbst mit der Technik, Spielweise usw.   auseinandersetzen, dass das Ganze nicht appkackt?

– Schaffen wir das allein oder sollten wir uns jemanden in den Applekahn holen, der uns unterstützt?

– Gibt es noch ein paar Liedertipps, um das Ganze zu Hause noch einmal appzuprobieren?

Hier noch ein paar Appheiten:

Der Applaus ging runter wie Öl.

App heute geh ich mit Appohrwürmern ins Bett.

Was bleibt sind drei geile Tage mit mehr als drei geilen Apps und mehr als drei Fragezeichen sowie die Frage, wer von euch mir hilft, die Fragen zu beappworten.

Und jetzt: App ins Bett

Mittwoch, Könnt Ihr Noch?

Wo ist diese verdammte Schule? Vielleicht war ich einfach für einen Moment ein wenig unkonzentriert. Morgenmüdigkeit und kein Essen im Magen. Dummerweise war es der Moment, in dem ich mich am Rathaus Steglitz für einen der vielen Busse im baustellendurchzogenen Haltestellen-Wirrwarr entscheiden musste. Ich traf nicht die beste Wahl. Hätten meine verirrungserfahrenen Mitstudierenden nicht die Straße gesäumt, mein Orientierungssinn hätte mich nicht weiter als vor die großen Türen des riesigen Schulkomplexes gebracht.

Im zum Appmusiker_Innen-Proberaum umfunktionierten Musiksaal angekommen stürzte ich mitten ins Aufbau-Geschehen inklusive minutenlangem Jeder-braucht-einen-Platz-am-Mischpult-Kabelsalat. Dann ging’s los. Wiederholungen zum Warmwerden und Perfektionieren aller komponierten Stücke. Schließlich sollten wir in der großen Mittagspause mit einem digitalen Livekonzert den Schüler_Innen Lust auf Marcs AG „Mit AppMusik um die Welt“ machen. Haben wir sicher geschafft. Jetzt müssen sie sich nur noch hin trauen 🙂

Der Nachmittag stand ganz unter dem Motto „Lernen und Lehren“: Mit den bereits regelmäßig teilnehmenden Leuten der AG hatten wir unheimlich viel Spaß, ganz egal, ob wir gerade ihnen einen Song beibringen sollten oder sie uns ihre Eigenkomposition spielen ließen. Dass es weit weniger Ipads als Menschen gab, war sogar ein glücklicher Zufall, warum auch nicht zu zweit eine App bedienen und gemeinsam am Sound „rumschrauben“? Ich beneide euch, ihr an dieser Schule. Macht Musik!

Die drei Tage haben mir viel viel Spaß gemacht. Danke an Marc und besonderen Dank an meine Kommiliton_Innen. We rock!
…schissldissl…

Dienstag Krafttag

Marc hat uns Apps vorgestellt, die er für besonders interessant hält, anschließend konnten wir diese und andere Apps für uns ausprobieren. Ich habe wieder einmal festgestellt, dass ich kein besonders visueller Mensch bin. Apps, die Musik mit Formen und Farben verbinden und mit denen sich Töne und Klänge „malen“ lassen, sprechen mich kaum an. Vielleicht sogar überhaupt nicht. Ich kenne Menschen, die Töne in Farben wahrnehmen bzw. mit diesen verknüpfen. Stelle ich fest, dass ich solche in meiner Einrichtung habe, lasse ich mich vielleicht einmal mit ihrer Unterstützung darauf ein.
Die Wiederholung von Madness hat heute nicht so viel Spaß gemacht. Irgendwie haben wir den Sound nicht so schön hinbekommen. Das hat mich enttäuscht, weil ich mich nach gestern so darauf gefreut hatte, den Song wieder zu spielen.
Vielleicht war auch die Stimmung in der Gruppe heute nicht so entspannt. Der Tag gestern mit der abendlichen langen Präsentation der Medienprojekte war wohl einfach zu viel.
Als sich die beiden Gruppen gegenseitig den gestern komponierten beibringen sollten, fand ich bereits die Zeit für das Auffrischen und Absprechen der pädagogischen Methoden für die kommende Aufgabe in der eigenen Gruppe zu kurz. Dementsprechend war meinem Empfinden nach die Beibring-Phase zu hektisch und unstrukturiert. Hoffentlich arbeitet niemand so chaotisch in der jeweiligen Praxisstelle. Auch wenn das Ergebnis vorzeigbar und dem Aufgabenziel entsprechend war, ich hätte mir weniger Hektik und Lautstärke gewünscht.
Aus dieser Aufgabe heraus ergab sich für mich deutlich folgende Frage:
Gebe ich zu Beginn einer Einheit in meiner Einrichtung Freiheiten, auch eine andere app für die Umsetzung meiner/m vorgeschlagenen Melodie/Sound/Part zu wählen
Oder
Nutze ich die ersten Minuten um die von mir verwendete App zu erklären und gebe zeit, um diese auszuprobieren und zu kennenzulernen.

Übrigens möchte ich trotz geringer Begeisterung für die musikalischen Möglichkeiten der App „Rockmate“ diese einmal mit meinen jugendlichen ausprobieren. Die eineinhalb Stunden mit dieser App waren nämlich für mich gleichermaßen das frustrierendste und spannendste dieses Tages 🙂